Für viele Frauen können die Gewichts- und Stimmungsschwankungen, die durch ihren Menstruationszyklus während ihrer Tage verursacht werden, signifikant sein …

Wenn sich der Körper fremd anfühlt

Gerade noch war unser Körper vollkommen okay und wir hatten unser Training sowie unsere Ernährung komplett im Griff – plötzlich fühlt sich unser Körper komplett fremd an. Wir würden am liebsten die ganze Woche einfach nur auf der Couch liegen und uns ausschließlich von Schokolade, Eis und Pizza ernähren. Vom höchsten Gipfel der schönsten Hochgefühle geht es mit Schallgeschwindigkeit direkt ins Tal des Selbstmitleids. Das ganze wird immer begleitet von einem ständigen Aggressionslevel, das kaum zu übertreffen ist. Und das alles nur wegen den Tagen und den Tagen vor den Tagen.

Die Phasen des Zyklus

Es gibt zwei Phasen des Menstruationszyklus (Follikelphase und Lutealphase) die durch Eisprung und Menstruation getrennt sind. Am ersten Menstruationstag beginnt die Follikelphase und endet mit dem Eisprung. Die Lutealphase (Gelbkörperphase) beginnt mit dem Eisprung und endet mit dem ersten Menstruationstag. Während der Follikelphase reift der Follikel, der das Ei enthält, und während der Lutealphase) wird der Follikel zum Corpus luteum (Gelbkörper), nachdem er sein Ei freigesetzt hat.

Die hormonelle Perspektive

Was du aus der hormonellen Perspektive wissen solltest ist, dass die Follikelphase eine Periode von höherem Östrogen und niedrigerem Progesteron ist. Die Lutealphase ist eine Periode von hohem Östrogen und Progesteron, wobei Progesteron in dieser Phase dominanter ist.
Während der PMS Woche und nach der Menstruation erleben die meisten Frauen einen großen Rückgang an Östrogen und Progesteron. Sowohl Östrogen als auch Progesteron sind Anti-Cortisol-Hormone, und wenn diese Hormone abfallen, steigt der Cortisolspiegel oft an.

Da sowohl Östrogen als auch Progesteron, Rezeptoren im Gehirn haben, zeigen Studien, dass, wenn sie während des PMS-Zeitrahmens fallen, die Chemie des Gehirns beeinflusst wird und Frauen niedrigere Serotonin-, GABA- und Dopaminwerte erfahren. Diese Veränderung der Gehirnchemie bedeutet erhöhten Heißhunger vor allem für süße und stärkehaltige Lebensmittel, daher die üblichen PMS-Heißhungerattacken.

Wie man die Periode dennoch erträglich gestaltet

An den Tagen denken wir an alles, nur nicht an Sport. Dabei kann uns Bewegung gerade in dieser Zeit besonders gut tun und uns dabei helfen den Körper wieder ins Lot zu bringen. Wichtig ist dabei, dass du dir eine Sportart suchst, die dir Spaß macht. Und auch wenn es nur ein kleiner Spaziergang oder eine kurze Radtour ist, so hast du dennoch etwas für dich und dein Wohlbefinden getan. Regelmäßige und ausgewogene Snacks wie Obst, Nüsse, Gemüse und komplexe Kohlenhydrate sind optimal, das sie lange satt machen. Diese können außerdem dabe helfen die Heißhungerattacken in den Griff zu bekommen.

Unsere Ernährung ist ein entscheidender Faktor, wie wir durch die Tage vor den Tagen kommen. Kalium, Vitamin B6 und D sowie Magnesium heißen die Zauberwörter. Diese lassen uns die Beschwerden der Tage besser ertragen und unsere angespannten Nerven etwas unterstützen. Wenn jedoch alle Stricke reißen und ein Formtief das nächste jagt, dann hole dir einen Seelentröster in Form von Schokolade (idealerweise dunkel :p) oder Eis.

Schließlich müssen wir in dieser speziellen Zeit, in den Tagen vor der Periode, besonders nett zu uns sein und außerdem ist Gleichgewicht der Schlüssel im Leben. 😊